Islandpferde WM
Islandpferde WM 2007 in
Oirschot/
Holland
Aus der Sicht von 2 Zuschauern:
Für
uns war es das erste Mal, dass wir bei einer Islandpferde-WM live
dabei
waren und es war ein fantastisches Erlebnis! Wir hatten
selbstverständlich gewisse Vorstellungen von einer WM, aber
diese
wurden bei weitem übertroffen.
Schon
bei der Ankunft in Oirschot wurden wir von den zuständigen
Mitarbeitern
sehr freundlich begrüßt und uns die
Möglichkeit gegeben einen Zeltplatz
selbst auszusuchen. Das Turniergelände war sehr groß
angelegt, dennoch
sehr übersichtlich und gut gepflegt. Es gab viele verschiedene
Verkaufsstände, durch die man gemütlich bummeln
konnte. Vom ersten bis
zum letzten Tag, fanden wir immer saubere Sanitäranlagen vor.
Auch das
Speiseangebot war sehr umfangreich, jedoch teilweise ein bisschen
überteuert.
Während
der ersten Prüfung die wir uns auf unseren tollen
Sitzplätzen in der
vierten Reihe anschauten, fiel uns die gute Stimmung rund um die Bahn
auf, die an den Final-Tagen gigantisch war. Es war nahezu
unmöglich,
sich nicht von den anderen Zuschauern mitreißen zu lassen. Im
Mittelpunkt stand selbstverständlich die Leistung der Pferde
und
Reiter/innen. Es war sehr interessant so viele unterschiedliche Pferde
zu sehen und einige von ihnen werden wir sicher nicht so schnell
vergessen.
Da kommen mir sogleich Þórarinn Eymundsson mit Kraftur frá Bringu in den Sinn, die Weltmeister im Fünfgang und im Tölt die Silbermedaille holten. Oder die sympathische Jolly Schrenk, die mit Laxness vom Störtal im T2 eine Wahnsinnsprüfung zeigte.
Am spannendsten und dramatischsten fand ich, war der Töltpreis am Sonntag. Jóhann R. Skúlason, der schon dreimal zuvor Weltmeister im Tölt wurde, zeigte uns ein wunderschönes langsames Arbeitstempo, dicht gefolgt von Þórarinn Eymundsson mit Kraftur frá Bringu. Doch dann passierte die Katastrophe, denn Hvinur trat sich ein Vordereisen ab und lief dann mit den Ballenboots weiter. Sein Reiter dürfte es zuerst nicht bemerkt haben, aber als Hvinur nicht mehr ganz taktklar lief und die Zuschauer ihr Missfallen über ein Pferd auf 3 Eisen ausdrückten, parierte er zum Schritt durch und beendete somit die Prüfung. Während dessen legte Stian Pedersen auf Jarl frá Miðkrika den letzten Aufgabenteil, starkes Tempo Tölt, in einem Höllentempo zurück. Mit dieser Leistung und dem Ausfall von Hvinur konnte er letztendlich das Tölthorn entgegen nehmen.

Auch
die Prüfungen auf der Passbahn hatten es in sich! Die Pferde
jagten in
Spitzenzeiten über die Bahn und man konnte wirklich die besten
Rennpasser der Welt sehen. Alleine das Geräusch, wenn die
Pferde über
die Bahn sausten, ließ mir die Gänsehaut
über den Körper laufen.
Einzig
der Wettergott schien es während der Woche nicht so gut mit
der
Veranstaltung zu meinen. Er wollte scheinbar austesten, wie dicht unser
Zelt im Regen hält und Gott sei Dank sickerte kein
Tröpfchen in unsere
Unterkunft. Nichtsdestotrotz ließ sich niemand die WM durch
das Wetter
verderben und am Wochenende konnte man sich sogar auf den
Tribünen die
Sonne ins Gesicht scheinen lassen.
Für uns war es eine wirklich super Woche in Holland! Die Holländer konnten uns mit ihrer netten, hilfsbereiten und gastfreundlichen Art schwer begeistern und schafften eine wirklich großartige Veranstaltung!
Wir freuen uns schon auf die WM in der Schweiz und hoffen, dass sie sich die erstklassige Organisation von den Holländern abschauen.

statt!


